Sohl - Bürgermeisterkandidat Markus Hauf im Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern

Zu seiner zweiten von insgesamt vier Wahl – Informationsveranstaltungen hat Bürgermeisterkandidat Markus Hauf nach Sohl „Zum Oberen Wirt“ eingeladen. Die Gaststube war gut gefüllt, als er gleich zu Beginn aus erster Hand aus der kurz vorher stattgefundenen Marktratssitzung berichten konnte: Teisnach bewirbt sich als Standort um eine weitere Außenstelle der Hochschule Deggendorf, den Campus „ Industrie 4.0“. Dies hat der Teisnacher Marktrat einstimmig beschlossen. „Für uns ist wichtig, dass sich der Teisnacher Standort mit einem weiteren, zukunftsfähigen Bereich nun breiter aufstellen kann“. Ein noch größerer Standortvorteil Teisnach wird erwartet. Außerdem wird der eigene Finanzhaushalt nicht belastet, da die Finanzierung über die bereits bestehende OZB GmbH abgewickelt wird. Wir müssen auf die Gewinnabführung verzichten, die in Zukunft der Eigenkapitalquote der OZB zugeführt wird, berichtete Hauf.

Nach den Informationen aus erster Hand, die er für die Sohler Bürger parat hatte, erläuterte Markus Hauf hoch engagiert, warum er sich für das Bürgermeisteramt bewirbt: „Ich könnte mich zurücklehnen und meinen beruflichen Ruhestand genießen. Mich aber reizt es, Teisnacher Bürgermeister zu werden. Weil ich es mir aus jahrelanger Erfahrung zutraue, in die sicher großen Fußstapfen meiner Vorgängerin zu treten“. Seit 2002 im Marktrat Teisnach, davon 6 Jahre als 2. Bürgermeister und CSU-Fraktionssprecher. Außerdem 12 erfolgreiche Jahre als Jugendbeauftragter, „die mein Nachfolger Daniel Graßl übrigens hervorragend weitergeführt hat“, betonte Markus Hauf. Er erläuterte auch kurz, wie es zu der Kandidatensuche innerhalb der CSU kam: Es gab vier interessierte Kandidaten. Es sollte eine breite Basis darüber entscheiden, wer der richtige für dieses Amt sein sollte. So entschloss man sich, mittels Moderne Medien nicht nur die Mitglieder, sondern auch die Bevölkerung durch eine anonyme Telefonumfrage durch die Uni Passau mitentscheiden zu lassen. So kristallisierte sich dann schnell ein Favorit heraus. „Die Entscheidung, dass ich als Bürgermeisterkandidat antreten soll, fand dann im harmonischen Einvernehmen statt, sonst wäre auch nicht die gesamte CSU Fraktion, wie hier in Sohl, anwesend“.

In der breiten Diskussionsrunde bildeten sich zwei Schwerpunkte der Sohler Bürgerinnen und Bürger heraus: der Wunsch nach einem Neubau eines Feuerwehrgerätehauses und der Breitbandausbau. Der Wunsch nach einem neuen Feuerwehrgerätehaus besteht schon seit mehreren Jahren, wie einige Teilnehmer betonten. Die derzeitigen Zustände sind auch aus Sicherheitsgründen schon lange nicht mehr Zeitgemäß. In dem alten Gebäude könnte dann später ein „Bürgerhaus“ entstehen, wo auch kleinere Veranstaltungen und Vereinstreffen stattfinden könnten. Markus Hauf nahm dazu klar Stellung: „Ich müsst nur ehrlich sagen, was ihr Euch vorstellt. Dann setzen wir uns zusammen, erarbeiten ein Konzept und stellen einen Zeitplan auf, auf welcher Zeitachse das zu finanziell zu realisieren ist“. Breite Zustimmung fand diese Aussage auch aus den Reihen der CSU Fraktion. Horst Blüml meinte, für ein sogenanntes Bürgerhaus gäbe es auch gute Fördermöglichkeiten, die ausgeschöpft werden sollten. Der Breitbandausbau in Sohl steht im Frühjahr bevor. Der jetzige Zustand wurde von den Sohlern heftig kritisiert.  „Seit Tagen herrscht bei uns wieder Funkstille, kein Telefon, kein Internet“, beschwerten sich einige Sohler. Markus Hauf sprach von einer Zweiklassengesellschaft, die derzeit im Raum Teisnach herrscht. Im Fördergebiet wird Glasfaser bis in jedes Haus gelegt, im eigenwirtschaftlichen Ausbau läuft die „letzte Meile“ wie bisher in Kupferkabel. Warum auch kein anderer Provider auf das Glasfasernetz des hiesigen Anbieters gehen will, ist an einem runden Tisch, den Hauf im Falle seiner Wahl schnellstens einberufen will, zu klären sein. „Als erfolgreicher Wirtschaftsstandort müssten wir eigentlich in Sachen Breitband eine Vorreiterrolle spielen, stattdessen hinken wir anderen Gemeinden inzwischen weit hinterher. Er werde dieses Thema nach der Bürgermeisterwahl auf seine Agenda setzen, versprach Markus Hauf. Die letzten beiden Wahl – Informationsveranstaltungen sind am kommenden Dienstag, 19. Dezember um 19.30 Uhr im Gasthof Schiller, und am Mittwoch, 3. Januar, 19.30 Uhr, im Gasthof „Zum Kirchenwirt“ Danzer in Kaikenried mit Staatsminister Helmut Brunner als Gast. Hier werden sicher auch wieder wichtige Themen in der Gemeinde Teisnach aufgegriffen werden.