Kaikenried - Bürgermeisterkandidat Markus Hauf im Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern

"Zuhören - miteinander reden - gemeinsam entscheiden", so stellt sich Markus Hauf eine gelebte Demokratie vor. Das brachte er auch bei der letzten von insgesamt vier Infoveranstaltungen in Kaikenried beim Kirchenwirt zum Ausdruck.

Eigentlich hatten sich die CSU' ler gedacht, dass das Interesse zu den Wahl - Infoveranstaltungen inzwischen nachlassen wird. Aber Bürgermeisterkandidat Markus Hauf freute sich riesig, dass die Gaststube beim Kirchenwirt bis auf den letzten Platz gefüllt war.

Begrüßen konnte Markus Hauf auch Staatsminister Helmut Brunner, den derzeit amtierenden Bürgermeister Gerhard Ebnet, den Stellvertretenden Landrat Helmut Plenk und die CSU Markträte.

Wie schon bei den vorhergehenden Infoveranstaltungen konnte Markus Hauf durch klare Aussagen überzeugen, dass er durch seine langjährige Erfahrung als Marktrat und 2. Bürgermeister das Amt des 1. Bürgermeisters sofort übernehmen könnte. Er wolle keinen Wahlkampf führen, sondern sich um das Vertrauen aller Gemeindebürger bewerben. Der 56 jährige, verheiratete Vater von zwei erwachsenen Söhnen werde im Falle seiner Wahl einen offenen und kooperierenden Führungsstil pflegen, bei der möglichst viele in Entscheidungen mit eingebunden werden sollen. "Nur gemeinsam werden wir es schaffen, die Gemeinde Teisnach weiterzuentwickeln".

Der neue Technologiecampus "Industrielle Sensorik für Industrie 4.0" ergibt weitere Zukunftschancen. "Es gibt ein gewisses Risiko, das lässt sich nicht leugnen, aber die Vorteile überwiegen bei weitem. So wird der Campus nun auf eine wesentlich breitere Basis gestellt".

Der Schwerlast- und Berufsverkehr wird dadurch auch weiter zunehmen. So wird der Druck für eine innerörtliche Entlastung steigen. Es gibt bereits Vorschläge, mit der sich in nächster Zeit verantwortliche aus verschiedenen Behörden beschäftigen werden, berichtete Markus Hauf.

"Ich war von Anfang an ein Befürworter der Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke Viechtach - Gotteszell, weil einfach ein breiteres Angebot im Personennahverkehr geschaffen wird. Ich hoffe, dass diese Bahnstrecke auch über das Jahr 2018 hinaus erhalten bleibt". Es müssen aber noch einige Stellen optimiert werden, so z.B. auch beim Kreisverkehr in Teisnach. Für den Schülerverkehr will sich Hauf für ein sog. Kombiticket einsetzen, dass Schüler für die Fahrt zu Schulen die Wahl zwischen Bus oder Bahn haben.

Wie schwankend die Gewerbesteuereinnahmen in der Marktgemeinde sind, veranschaulichte Markus Hauf bei den Einnahmen aus den letzten fünf Jahren. Zwischen rund zwölf und rund sechs Millionen Euro lagen diese Einnahmen. "Für 2017 waren 7,8 Millionen eingeplant, tatsächlich müssen wir jetzt aber mit nur 6,1 Millionen zurechtkommen". Dabei stellte er die Frage, ob alle getätigten Investitionen wirklich immer sofort und in dem Ausmaß sein müssen. "Eine weitere Neuverschuldung müssen wir vermeiden und eine klare Haushaltsplanung ist notwendig. Investitionen wird und muss es auch weiterhin geben, aber künftig möchte ich einen klaren Zeitplan erstellen und alle dabei miteinbeziehen".

"Ich möchte künftig darauf drängen, wenn ein neues Wohnbaugebiet erschlossen wird, dass eine Fläche für sozialen Wohnungsbau bereitgestellt wird. Auch bei uns wird bezahlbarer Wohnraum zunehmend weniger. Nicht jeder kann sich ein Einfamilienhaus leisten. Wir haben viele Arbeitsplätze zu bieten, deshalb müssen wir uns auch um bezahlbaren Wohnraum kümmern".

Nicht zufriedenstellend sei die "Zweiklassengesellschaft" beim Breitbandausbau. Im Fördergebiet wird Glasfaser bis in jedes Haus geführt, womit höchste Leistungen möglich werden. Im eigenwirtschaftlichen Ausbau in der Ortschaft Kaikenried führt weiterhin "die letzte Meile" mittels Kupferkabel in jedes Haus. Daher werden auch weiterhin keine hohen Leistungen möglich sein. "Ziel muss es sein, in jedes Haus Glasfaser zu verlegen, da werden wir am Ball bleiben. Leider wurde viel Zeit vergeudet und so hinken wir inzwischen anderen Gemeinden beim Breitbandausbau hinterher".

Staatsminister Helmut Brunner freute sich, nach langer Zeit wieder einmal bei einer derart großen Versammlung in Kaikenried teilnehmen zu dürfen. Bei einer launigen Rede berichtete er aus der "großen Politik". Zum Teil werde er auch in Kürze bei den Sondierungsgesprächen in Berlin für die große Koalition dabei sein. Eine Lanze brach er für den neuen Technologiecampus. Diese Zukunftschance müsse man ergreifen. Helmut Brunner hat sich bei Ministerpräsident Seehofer massiv dafür eingesetzt, dass diese Einrichtung im Landkreis Regen angesiedelt wird. Bei seinem Schlusswort empfahl er kämpferisch, Markus Hauf bei der Bürgermeisterwahl zu unterstützen. "Er hat durch seine Erfahrung bereits bewiesen, dass er das Bürgermeisteramt hervorragend zum Wohle der Gemeinde Teisnach ausüben kann. Er hat klare Vorstellungen, vertritt seine Meinung und kämpft für seine Heimat".

Überraschend ergriff Dorfsprecher Karl Augustin das Wort und dankte Helmut Brunner für seinen langjährigen Einsatz für die Region, was die Besucher mit großem Applaus begleiteten.