Politischer Frühschoppen in Teisnach - Ewald Seifert stellte sich vor

Am 1. Dezember wählen die Delegierten aus dem Wahlkreis Regen und Straubing-Bogen in Sankt Englmar den CSU-Kandidaten für die Nachfolge des Bundestagsabgeordneten Ernst Hinsken, der bei der Wahl im nächsten Jahr ja nicht mehr antritt. In einer demokratischen Wahl stellen sich Alois Rainer, Bürgermeister aus Haibach, und der Oberschneidinger Bürgermeister Ewald Seifert der Delegiertenentscheidung.

Bei einem politischen Frühschoppen am Sonntag in Teisnach im Gasthof „Ettl-Bräu“ nutzte der 44 jährige Ewald Seifert die Gelegenheit, sich kurz vorzustellen, seine Ziele zu erläutern und mit interessierten Bürgern zu diskutieren. Der CSU-Ortsvorsitzende Horst Blüml konnte zu dieser Info-Veranstaltung auch die Bürgermeister Alfons Fleischmann aus Geiersthal und Joli Haller aus Bodenmais begrüßen. Außerdem den 2. Bürgermeister aus Teisnach, Markus Hauf, Florian Graf vom JU-Kreisverband und eine Reihe von wahlberechtigten Delegierte aus dem Wahlkreis Regen. Horst Blüml bezeichnete Ewald Seifert einen jungen, erfolgreichen Kommunalpolitiker und Querdenker in der Politik, den er schon lange aus JU-Zeiten kenne.

Der verheiratete Ewald Seifert, Vater von drei Kindern, ist seit 2002 ehrenamtlicher Bürgermeister von Oberschneiding im Landkreis Straubing. Das politische Interesse begann 1991 in der Jungen Union. In seinem fundierten Vortrag umriss Ewald Seifert seine Einstellungen zu verschiedenen Themen. Die demografische Entwicklung in den ländlichen Regionen und den dahergehenden Fachkräftemangel und Abwanderung in die Metropolen gilt es entgegenzuwirken. „Wir müssen unsere Region noch viel besser vermarkten und die Vorteile, wie Fleiß und die positive Grundhaltung der Menschen, wo Werte noch zählen, den Menschen außerhalb deutlich machen“. Dieses Thema wird die nächsten Jahre viele Veränderungen bringen. In Deutschland sind solide Finanzen notwendig, dafür stehe ich auch, machte Seifert deutlich.

In den letzten Jahren machte der Begriff „Gier frisst Hirn“ die Runde. „Das muss sich wieder ändern“. Die Finanzkrise mit all seinen Auswirkungen wird uns auch noch lange begleiten. Umso wichtiger sind solide Staatsfinanzen mit Verzicht auf Neuverschuldung und Tilgung von Krediten. In der Bildungspolitik will Seifert die Hauptschulen stärken und hier alle Potenziale ausnutzen. „Unsere gute wirtschaftliche Entwicklung beruht hier im ländlichen Raum auf dem Tourismus, dem Handwerk, innovativen Industriebetrieben und der Landwirtschaft. Es gilt, diese Standbeine weiterhin zu fördern“. Die Energiewende bringt vor allem für die Landwirtschaft zusätzliche Chancen.

„Ich habe mich zu dieser Kandidatur entschieden, weil ich etwas bewegen will, allerdings mit dem Wissen, dass die Herausforderungen groß sind. Ich will mich für unsere Region einsetzen und die Politik aktiv mitgestalten“, machte Seifert deutlich. In der sich anschließenden Diskussionsrunde konnte Ewald Seifert noch viele Fragen beantworten und einige Meinungen aus der Basis der Partei für seine evtl. Wahl mitnehmen.

Ewald Seifert

von links: JU-Kreisvorsitzender Florian Graf, Joli Haller (Bürgermeister Bodenmais), 2. Bürgermeister aus Teisnach Markus Hauf, Ewald Seifert, CSU-Ortsvorsitzender Horst Blüml und Alfons Fleischmann (Bürgermeister Geiersthal)